Einundzwanzig historische Stätte an der Rekishikaido-Hauptroute

 Charakteristisch für die Rekishikaido Hauptroute, die Ise -Asuka -Nara -Kyoto -Osaka und Kobe verbindet, ist, dass man die 21 wichtigen historischen Stätte der Geschichte Japans fast chronologisch verfolgen kann.

Die Altertum-Zone
(1) Ise(2)Asuka(3) Yamanobe-no-michi (Weg)(4) Ikaruga/Asuka
 Der Reisbau soll im 3. bzw. 2. Jahrhundert v. Chr. vom asiatischen Festland eingeführt worden sein. Aus der landwirtschaftlichen Gesellschaft bildeten sich allmählich Sozialschichten und um das 4. Jahrhundert begannen die japanischen Teilstaaten, sich zum Staat zu vereinigen.
 Asuka und Yamanobe-no-michi waren um das 4.-5. Jahrhundert das Zentrum dieses Geschehens. Als Staat wurde Japan in der Mitte des 7. Jahrhunderts gegründet. Im 6. Jahrhundert kam der Buddhismus vom Festland nach Japan, konfrontierte jedoch mit der Volksreligion. Kronprinz Shotoku Taishi führte „Shinbutu-shugo“ein, eine Vermischung beider Religionen, und hielt sie damit im Gleichgewicht. Zu dieser Zeit wurde das älteste Holzbauwerk der Welt, der Horyuji-Tempel, in Ikaruga gebaut. Sämtliche Gebäude des zur gleichen Zeit gebauten Ise-Jingu-Schreins werden alle 20 Jahre komplett neu errichtet und auf diese Weise bis heute bewahrt. Auch heute glauben viele der Japaner sowohl an Buddhismus als auch an Shintoisumus.
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Ise Asuka Yamanobeno-michi Ikaruga


Die Narazeit-Zone
(5) Nishi-no-kyo (Gebiet) (6) Heijo-kyuseki (historische Stätte) (7) Nara-koen (Park)/Nara
 Mit der Verlegung der Hauptstadt nach Heijo-kyo/Nara im Jahr 710 begann die Zeit des zentralisierten Machtstaates in Japan. Heijo-kyuseki ist die Ruine der damaligen Haupstadt, deren Ausdehnung ca.6 km von Osten nach Westen und ca. 5 km von Norden nach Süden betrug. Vorbild war die chinesische Metropole Chang-an (heute Hsian). Die Erhaltung der Grundmauer im Zentrum der ausgedehnten Stadt ist einer leidenschaftlichen Bürgerinitiative zu verdanken.
 Rekonstruiert wurde auch das -Suzaku-mon“, Haupttor der damaligen Hauptstadt.
 Nara ist von der kontinentalen Kultur des 8. Jahrhunderts tief beeinflußt. In Nishi-no-kyo, im Westteil des Stadtbezirks, befinden sich die repräsentativen Tempel aus der damaligen Zeit, der Yakushiji- und der Toshodaiji-Tempel. Im Gekyo, heute Narapark, sind ebenfalls berühmte Tempel und Schreine versammelt, u.a. der Todaiji-Tempel. Der Daibutsu (großer Buddha) im Todaiji-Tempel ist die größte Bronzegußstatue der Welt und wurde in der Mitte des 8. Jahrhunderts nach der eingeführten Gußtechnik angefertigt. Ein gutes Beispiel dafür, dass Japaner schon seit eher Geschicklichkeit in der Einführung von Technik zeigten.
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Nishinokyo The site of ancient Heijo Palace Nara-park


Die Heian-Muromachizeit-Zone
(8) Uji (9) Higashiyama (10) Okazaki (11) Kinukake-no-michi (12) Arashiyama・Sagano/Kyoto
 Die Verlegung der Hauptstadt nach Heian-kyo/Kyoto erfolgte im Jahr 794. Während des 9.-12. Jahrhunderts entfaltete sich am Kaiserhof in Kyoto eine eigenständige verfeinerte Kultur durch den Hofadel, bedingt durch den Bruch mit der Festlandkultur. Literarische Werke von Schriftstellerinen entstanden in der eingeführten Hiragana-Schrift. Uji war ein Villenort des Hofadels und somit auch Schauplatz der repräsentativen Kana-Literatur, „Genji-monogatari“ und „Uji-jujo“ (beide Erzählungen).
  Die Rekishikaido-Hauptroute führt in Kyoto entgegen der Uhrzeigerrichtung vom Stadtbezirk Higashiyama-ku mit dem Kiyomizu-Tempel in den Stadtbezirk Okazaki-ku mit dem Heian-jingu (Schrein), dessen Anlage eine zu 2/3 verkleinerte Rekonstruktion des damaligen Kaiserpalastes ist.
 Ab dem 12. Jahrhundert gewannen allmählich die Samurais anstelle von den Hofadeln an Macht, das schließlich zur Übernahme der Regierung durch die Shogune führte.
 Das politische Zentrum wurde von 1192 bis 1333 nach Kamakura verlegt, danach war jedoch Kyoto wieder das Zentrum der Politik und Kultur.Viele der Samurais führten ein schlichtes Leben, übten sich im Budo (kriegerische Künste) und meditierten über Zen und Teezeremonie, um ihre seelische Kraft zu stärken.Repräsentative Tempel und Schreine aus dieser Zeit, u.a. der Kinkaku-ji, Ryoanji und Tenryuji, sind an der Kinukake-no-michi im Nordwestteil der Stadt und in Arashiyama・Sagano,im Westteil der Stadt zu besichtigen.
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Uji Higashiyama Okazaki
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Kinukake-no-michi Arashiyama/Sagano


Die Sengoku-Edozeit-Zone
(13) Nijo-jo (Schloss)/Kyoto (14) Tenno-zan (15) Osaka-jo (16) Dotonbori (Gebiet)・Kokuritsu-Bunraku-Gekijo (nationales Puppenspieltheater) (17) Nakanoshima (Gebiet)・Tekijuku (Museum)/Osaka
 Im 15. Jahrhundert begann mit dem Onin-no-ran (Onin-Krieg) die Sengoku-Zeit. Sie dauerte bis zur Entscheidungsschlacht in Yamazaki am Ende des 16.Jahrhunderts, die im Tenno-zan, zwischen Kyoto und Osaka, statt fand. Der Sieger Hideyoshi Toyotomi baute die Osaka-jo (Burg) und erzielte die Reichseinigung. Danach folgten wieder Machtstreitereien und das politische Zentrum wurde nach Edo (heute Tokio) verlegt. Osaka entwickelte sich als Handelszentrum. Das Urbild des heutigen Osaka entstand um das 17. Jahrhundert, als in der Innenstadt die Kanäle als Trasportwege für Waren aus ganz Japan dienten. Andererseits zeigte sich Osaka mit Bunraku (Puppenspiel) auch von der volkskulturellen Seite her.
 Das über 300 Jahre währende Edo-Shogunat endete in der Mitte des 19.Jahrhunderts. In Nijo-jo (Schloss) fand der Taiseihokan (Wiederherstellung der imperialistischen Regel) statt und aus der Tekijuku (heute Museum) gingen bedeutende Führungspersonen der Meijireform heraus.
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Nijojo Castle Tennozan Osakajo Castle
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Dotonbori Tekijuku


Die Neuzeit-Zone
(18) Takarazuka (19) Arima-Onsen (heiße Quelle) (20) Kitano-Ijinkan-gai (Gebiet) (21) Kobe-ko (Hafen)
 Bis Mitte des 19. Jahrhunderts, Ende der Edozeit, schließt sich Japan, mit Ausnahme von einigen Staaten, für eine längere Zeit völlig von der Außenwelt ab. Auf Druck europäischer und amerikanischer Staaten wurden einige Häfen freigegeben.
 Einer darunter war Kobe, damals ein kleiner Fischerhafen, der sich gesamt der Umgebung zu einem Ort der modernen und internationalen Atmosphäre entfaltete.
 Die vielen Ijinkan (Häuser im westlichen Stil von Ausländern) von damals und das Chinatown sind nicht zuletzt Gründe dafür, dass Kobe eines der beliebtesten Städte unter den Jugendlichen ist. Das Gebiet rundum Kobe wurde 1995 durch ein großes Erdbeben schwer geschädigt, doch Dank der Unterstützung vieler Menschen aus der ganzen Welt sind ihre Funktionen 100% wiederhergestellt, sodass ein Besuch sorglos abgestattet werden kann.
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Takarazuka Arima Hot springs Kitano-Ijinkan Kobe Harbor